Babys sollen im ersten Jahr eigentlich komplett salzfrei ernährt werden. Der Grund sind die Nieren, die mit einer höheren Menge schnell überfordert sind. Der Nationale Gesundheitsservice in England (NHS) nennt < 1g für Babys unter einem Jahr, 2g täglich für Kinder von 1 bis 3 Jahren.

Da schon Muttermilch einen gewissen natürlichen Salzgehalt hat, sollte man also in der Beikost möglichst vollständig darauf verzichten. Natürlich ist das gar nicht so einfach, wenn man ein Kind hat, das vom Familientisch mitisst. Aber aus Liebe zu euren Babys solltet ihr die Salzmengen auf jedem Fall im Auge beachten, insbesondere in der ersten Hälfte des zweiten Lebenshalbjahrs. Besonders aufpassen sollte man natürlich bei Wurst und Käse – hier ist oft mehr Salz enthalten als gedacht. Aber auch Brot und Brötchen enthalten Salz und werden in der Regel in größeren Mengen gegessen als Wurst und Käse.

Selbst sogenannte „Kinderwürstchen“ enthalten oft viel Salz: Ein Kinder-Wiener enthält bis zu 2g auf 100g.   Ein kleines Würstchen mit 30g hat damit bereits 0,6g Salz und damit mehr als genug für den Tagesbedarf. Auch eine Scheibe Toast hat bis zu 1g Salz – so addiert sich der Salzgehalt schnell in Bereiche, die für die Kleinsten nicht mehr geeignet sind.

Hier einige Beispiele:

  • Fleischwurst und gekochter Schinken: 2,5g / 100g
  • Salami: 5,4g / 100g
  • Gouda 2,8g / 100g
  • Durchschnittliches Brot/Brötchen: 1,34g / 100g

Natürlich lässt sich Salz im Alltag nicht vermeiden, aber versucht doch, so gut es geht, Essen erst am Tisch zu salzen und schaut mal auf die Nährwertangaben eurer Lebensmittel. Bitte denkt auch an das Nudelwasser oder Gemüsebrühen. Kristina hat hier auch schon einiges zu dem Thema geschrieben.

Quellen:

http://www.nhs.uk/Livewell/Goodfood/Pages/salt.aspx

http://www.welt.de/gesundheit/article12585475/Foodwatch-prangert-Salzgehalt-in-Kinderwurst-an.html

http://www.vz-nrw.de/salzquellen–hier-versteckt-sich-das-meiste-salz