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Eure Fragen

Erfahrungsberichte

Leni und Hanna – breifrei unterwegs mit 10 Monaten

Es sind einige Wochen vergangen und es wird Zeit, mal wieder ein paar Worte zu schreiben. Meine BLW light Version gestaltete sich super. Ich gab Hanna das eine oder andere im Ganzen zum Probieren und damit sie satt wird, pürierte ich den Rest und sie aß sich mit dem Löffel satt.

Hanna ist wirklich ein guter Esser, daher fing ich bald an, ihr mehrere Mahlzeiten am Tag anzubieten.

Ich erweiterte die Mittagsmahlzeit um ein Abendbrot. Dabei kochte Dinkel- oder Haferbrei anfangs mit Wasser auf, dann zur Hälfte mit Kuhmilch, später komplett mit Kuhmilch. Dazu mischte ich Obstbrei. Den Brei löffelte sie dann wie gewohnt selber.

Kurze Zeit später hatte ich das Gefühl, dass sie morgens auch gern etwas essen würde. Da ich keine großartige Frühstückerin bin, tat ich mir zunächst etwas schwer damit.

Hanna begnügt sich zum Glück mit einem Dinkelbrot mit Butter und etwas Rohkost, z.B. Gurke.

Desweiteren habe ich gemerkt, dass ihr das Autofahren viel besser gefällt, wenn sie etwas zum Knabbern hat. So schlichen sich die Zwischenmahlzeiten ein. Am liebsten hat sie Reiswaffeln. Anfangs konnte ich kaum einen Unterschied in der Häufigkeit des Stillens feststellen, nach einiger Zeit jedoch schon. Vor allem nachts kommt sie nicht mehr so häufig, ausser sie hat gerade irgendwelche Leiden (Zähne, wachsen, irgendetwas anderes…) dann möchte sie öfter an die Brust.

 

Das funktionierte alles richtig gut, bis sich vor kurzem eine Phase ankündigte. Plötzlich verweigerte sie ihren Abendbrei, wollte nichts mehr mit dem Löffel essen, sondern am liebsten alles in die Hand nehmen und auf Beschaffenheit und Konsistenz hin prüfen.

Zum Glück hat sich Hanna schon gut an das Mittagessen gewöhnt, so dass ich nun anfangen konnte, richtig zu kochen. Ungewürzt und ungesalzen natürlich! Abends musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Ich probierte, ihr den Brei mit einem Quetschie zu geben. Klappte auch ganz gut, bis sie mehr Interesse an unserem Abendbrot hatte. Also gebe ich ihr aktuell auch am Abend ein Brot, mit Hüttenkäse oder vegetarischem Aufstrich bestrichen und dazu etwas Obst.

So gesehen sind wir aktuell wieder komplett Breifrei unterwegs.

Hanna und Wilhelmine – die 2. Woche

Die Ostertage nun direkt hinter uns bin ich tatsächlich ein wenig mutiger geworden was BLW so angeht. Alle Verwandten haben natürlich einen Aufschrei sonders gleichen dargestellt was BLW so angeht. Weiterlesen

Hanna und Wilhelmine – Woche 1

Hallo ich bin Hanna und meine 6,5 Monate alte Tochter heißt Wilhelmine. Zu BLW sind wir über einen ziemlich Umweg gekommen und aktuell probieren wir es mal einfach aus- aktuell bin ich ganz begeistert. Als Wilhelmine circa 5 Monate alt war habe ich mich wahnsinnig auf die ganze Brei und Fütterungsangelegenheit gefreut und raue Mengen an verschiedenen Breisorten gekocht und ihr scheinbar unendliche Sorten an Brei angeboten. Im Grunde war es leider immer das gleiche- Wilhelmineha hat circa 3-4 Löffel gegessen und dann hatte sich das ganze erledigt. Ihre Laune und meine Laune wurden von Nahrungsaufnahme zu Nahrungsaufnahme immer schlechter und scheinbar waren alle anderen Babys in meiner Umgebung unglaublich hungrig und unglaubliche Breiesser.

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BLW Light

Da ich von Anfang an gesagt habe, dass ich mich meinem Kind anpassen möchte, ziehe ich das nun auch so durch. Das bedeutet in Hannas Fall, zwar nicht komplett auf das Prinzip BLW zu verzichten, aber Abstriche zu machen. Weiterlesen

Vom Hunger und was er mit sich bringt

Hanna hat Hunger! Das ist eindeutig. Sie schaut jedem aus der Familie begeistert beim Essen zu und verspeist jeden Bissen imaginär mit. Bekommt sie ihre eigene tägliche Mahlzeit, verputzt sie eine beachtliche Menge. Und das, obwohl ich sie nach wie vor gut und nach Bedarf stille.

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Leni und Hanna: Schneller als gedacht

Es ist unglaublich, wie schnell sich ein Baby entwickelt! Was in der einen Woche noch unmöglich erschien, ist in der nächsten schon eine Selbstverständlichkeit.

So erging es uns nun mit dem Essen. Kaum habe ich den Gedanken, wir hätten noch unendlich viel Zeit, zu Ende gedacht, wird Hannas Verlangen nach Essbarem immer größer. Es wird nach allen Nahrungsmitteln gegriffen und sofort zum Mund geführt. Ihre Hand-Mundkoordination begeistert mich dabei ungemein.

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Leni und Hanna: Unser Beikoststart

Wenn ich nicht in Elternzeit bin, unterrichte ich in der Mittelschule.

Von daher bin ich von Natur aus neugierig und las mir die Geschichte der Babyernährung durch, dabei erschrickt und wundert man sich wirklich, dass es die Menschheit so weit geschafft hat. Mein Interesse war geweckt und ich wollte mehr zum Thema Beikost erfahren, da wir ja nicht ewig stillen können und es zwangsläufig auf uns zukommt. Hanna ist im Juni 2016 geboren und jetzt 5 Monate jung. Beim Thema Beikost ist mir wichtig, das ganze locker und gesund anzugehen.

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Flexibel mit BLW Babys – geht das?

Wir BLW- und in den meisten Fällen auch Stillmamas stehen ja meistens voll und ganz hinter dem Konzept der babygeführten Beikosteinführung, auch wenn das bedeutet, dass man eben kein 8 Monate altes Baby hat, das bereits 3 bis 4 Mahlzeiten durch Brei ersetzt hat und somit recht problemlos auch für einen halben Tag oder länger an Papa oder die Großeltern übergeben werden kann.

Beim Baby Led Weaning sind ja gerade die ersten Monate der Beikosteinführung davon geprägt, dass die Kinder nur vorsichtige Begegnungen mit dem Abenteuer „feste Nahrung“ machen und somit bleibt die Muttermilch nach wie vor die Nahrungsquelle Nr. 1, oft noch für viele Monate nach Beginn von BLW.  Kein Grund zur Sorge, das geht voll in Ordnung, wenn euer Kind sich gut entwickelt und einen fitten und gesunden Eindruck macht.

Aber manchmal möchten wir Mamas trotzdem mal eine kleine Auszeit vom Baby-Alltag haben, was gar nicht so einfach ist, wenn der Nachwuchs am liebsten alle 2-3 Stunden an die Brust möchte. Oft werde ich hier im Blog gefragt, wie ich das sehe oder gelöst habe.

Ich bin da recht pragmatisch: gerade ab einem Alter von 8-9 Monaten konnten meine Kinder gut mal Zeit ohne mich überbrücken, auch wenn sie eigentlich noch keine großen Mengen gegessen haben. Irgendein Lieblingsessen gibt es ja trotzdem meistens – sei es Laugenbrezel, Würstchen oder Banane. Und gerade wenn die Mama nicht verfügbar ist, klappt es dann oft doch besser als erwartet.

Zusätzlich habe ich meistens Milch abgepumpt und für den Notfall dagelassen. Dafür hatte ich eine ganz einfache Handpumpe von Philips. Die kostet nicht die Welt und auch wenn das händische Abpumpen etwas längere dauert, für einzelne Aktionen hat das für mich voll und ganz gereicht. Wenn man regelmäßiger abpumpt, kann man natürlich auch über ein elektrisches Modell nachdenken. Eine Freundin war mit dieser elektrischen Milchpumpe sehr zufrieden, von Medela.

Eure Babys mögen keine Flasche? Meine auch nicht, aber ich wollte zumindest sicher sein, ihnen Milch anbieten zu können. Oft haben sie nur ein paar Schluck getrunken und waren trotzdem zufrieden. Ich bin mir ganz sicher, dass sie auch mehr trinken würden, wenn sie wirklich Hunger hätten. Da vertraue ich schon auf die Natur. 😉

Von daher – seid ruhig so mutig, euch auch mal ein paar Stunden Auszeit zu gönnen. Macht einen Besuch in der Therme, einen ausgiebigen Friseurtermin oder geht mit einer Freundin shoppen. Das geht auch mit einem BLW Baby.

 

BLW – ein Fazit und ein Neustart

Ich habe nie so richtig erzählt, wie es mit Leonie und dem Essen weiterging. Letztlich wollte sie in ihrem ersten Lebensjahr einfach nur ganz wenig Essen. Ein bisschen Fingerfood ging rein – am liebsten Reiswaffel, Gurke, später auch Fleischwurst und Nudeln. Banane war auch mal hoch im Kurs und Brot ging auch immer mal. Aber selten so viel dass man es eine Mahlzeit nennen könnte. Stattdessen hat sie sich nachts den Bauch mit Milch vollgeschlagen.

Wir haben es auch eine Zeitlang wieder mit Brei probiert, da ihr plötzlich die Hipp Gläschen mit Spaghetti oder Erdbeer-Joghurt gut geschmeckt haben. Aber auch da sind wir nie über ein halbes Glas hinausgekommen.

Als sie mit 13 Monaten in die Kita kam, wurde es etwas besser. Dort hat sie auch neue Lebensmittel probiert, z.B. Kartoffeln, Gemüse etc., an vielen Tagen aber auch mal gar nichts gegessen und lieber auf die nachmittägliche Milch gewartet. Mit 18 Monaten habe ich abgestillt, danach wurde es dann natürlich besser, wobei sie lange Zeit am liebsten die Fruchtbeutel (Quetschobst) mochte und auch mal 3 Beutel am Tag gegessen hat.

Bis heute ist sie eine ganz vorsichtige Esserin, probiert ungern neue Lebensmittel und mag nur „sortenreine“ Mahlzeiten. D.h. alle Komponenten schön einzeln, bloß kein Auflauf oder Soßen. BLW war für uns also auch keine Geheimwaffe, manche Kinder scheinen einfach wählerische Esser zu sein. 🙂

Und jetzt das zweite Kind. Maya ist knappe 5 Monate und dermaßen an Essen interessiert, dass wir total irritiert sind. Seit sie vor ein paar Wochen an einem Apfel geleckt hat, reißt sie uns das Essen quasi aus der Hand und will auch. Mit vorsichtigem Erkunden hat das überhaupt nichts zu tun. Als ich ihr Anfang der Woche gedünstete Karotte gezeigt habe, hat sie direkt 3 fingergroße Stücke verschlungen. Sie beißt ab, sie kaut, sie schluckt. Eigentlich wollte ich es diesmal ganz entspannt angehen, mindestens 6 Monate abwarten. Aber wenn ein Kind auf dem Schoß rumwütet, wenn es nichts bekommt, ist das echt schwierig.

Allerdings scheint der kleine Darm das noch nicht so prima zu finden, Maya hat sich mit ihrem ersten Beikoststuhl ganz schön gequält. Und auch Tage später drückt sie noch, obwohl die Karotten schon längst wieder draußen sind. (Übrigens durchaus schon teilverdaut!) Wir machen jetzt also erstmal wieder langsamer. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

Wechselhafte Esszeiten

Die letzten paar Monate waren wechselhaft, Stillfrequenzen kurz, wie immer, die Entwicklungsschübe brachten Angstgefühle bei Maike mit sich, die sie eng an Mama banden und zu 1,5-stündigen Invervallen bei den „Tankausflügen“ führten. Zeitweise aß sie sonst fast gar nichts oder nur mal ein Stück Apfel oder Birne. Es war spärlich. Sorgen machte ich mir nicht, es gab ja Mamas Milch und das Kind gedieh weiter prima, war voller Elan und aktiv.

Seit einer Woche nun habe ich wieder das Scheunendrescherfeeling. Es wird gefuttert, was das Zeug hält, aber bitte mit Löffel und Gabel gefüttert werden! Die kleine Maus möchte gerade gar nicht so gern allein essen, lieber auf Mamas Schoß und gefüttert werden. Sie kann den beladenen Löffel zum Essen benutzen und bekommt es hin und wieder auch schon hin, selbst was aufzuladen, aber diese Fähigkeit reicht noch nicht fürs richtige Essen. Sie kann auch Nahrung mit der Gabel aufspießen und essen. Maike möchte dennoch lieber gern gefüttert werden. Nebenbei muss sie aber dennoch in schöner Regelmäßigkeit alle 1-2 Stunden stillen. Sie meldet das mit den Worten „Memmem“ oder „Mammam“ an, während sie beim Essen von „Nemnem“ spricht und „Mmmhhh“ (mit zusammengekniffenen Augen) macht, wenns ihr schmeckt. Sehr süß.

Vorsicht vor Speisen

Maike hat irgendwann begonnen, kritisch zu werden, ob etwas essbar ist. So müssen wir ihr bei unbekannteren Speisen immer erst einmal zeigen, dass wir sie auch essen, bevor sie sie probiert. Sie „fragt“ auch, bevor sie versucht, etwas zu essen, ob das auch ok ist. Hat sie das OK oder wurde das unbedenkliche Essen vorgemacht, ist es sofort für sie in Ordnung. Dann prüft sie zunächst ein kleines Bisschen im vorderen Mundbereich, bevor sie „reinhaut“, wenn es ihr schmeckt. Selten lehnt sie nach dem Probieren komplett ab.

Das Scheunendrescherprinzip hat dazu geführt, dass sie innerhalb weniger Wochen wie eine ganz Kleine mehrere 100g zugenommen hat und sich nun von unten über die 3%-Perzentile zur 5%-Perzentile heraufgearbeitet hat. Gewachsen ist sie dabei ebenfalls in einem Monat ganze 6cm, bei ihrer geringen Größe (Geburt 48cm, jetzt 72cm) ist das ziemlich viel. Es bestätigt mich in der Annahme, dass diese Beikostmethode nebst „Langzeit“stillen gut für das Kind ist. Optisch passen Gewicht (knapp 8kg) und Größe super zusammen, das Kind ist agil, beweglich, hat an den Oberschenkeln die passenden Fettreserven, ist aber nicht dick. Perfekt in Form sozusagen.

Mir kommt dabei auch das Zitat von Gill Rapley ein: „Babies are natural grasers“, also sie grasen natürlicherweise, unsere Babies, und es ist die Frage, ob Vielessmahlzeiten überhaupt zur artgerechten Menschenhaltung zählen. Da gehen die Meinungen ja sehr auseinander. Maike jedenfalls hat zudem sehr wenig Zeit zum Essen, denn sie muss die Welt entdecken, das Essen hat sie schon zur genüge ausgekundschaftet, andere Dinge sind gerade viel wichtiger. Unabhängig davon kommt sie immer wieder vorbei und holt sich Apfel- oder Birnenstücke, Brot, Hirsebrei, übriges Mittagessen, Banane oder Tomate ab. Die Mahlzeiten nutzt sie schon zum Essen, aber das geht nicht lange, dann muss wieder die Welt entdeckt werden. Maike steht dann in ihrem Stuhl auf, was wir versuchen, ihr abzugewöhnen, aber sie kann eben auch noch nicht sagen, dass sie fertig ist.

Fleisch isst Maike nur sehr vorsichtig, meist gar nicht. Sehr zartes Geflügel nimmt sie manchmal. Fisch hat sie lieben gelernt und futtert ihn fast gierig.

Interessant finde ich, dass sie oft direkt im Anschluss an eine Mahlzeit gestillt werden möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass das beim Verdauen immer noch hilft. Man kann zwar im Stuhl nicht mehr ganz so leicht wie am Anfang ausmachen, was gegessen wurde (außer z.B. Tomatenschalen und grünen Pflanzenteilen oder Maiskörnern), jedoch merkt man an der unterschiedlichen Stuhlkonsistenz, dass das Verdauen eben doch noch ein weiterhin auszubauender Vorgang ist. Mal ists recht hart, mal sehr weich, mal mehrmals täglich, mal auch nur alle zwei Tage. Immer denke ich dann an die vielen Babies, die diese Vorgänge ohne Mamas Milch bewältigen müssen und freue mich, dass wir es so machen konnten, wie es Gill Rapley in ihrem Buch vorgeschlagen hat.

Mittlerweile würze ich noch kräftiger. Mit Pfeffer geht das gut, es macht ihr nichts, wenns scharf wird, aber mit Chili muss man vorsichtig sein, Das beißt wohl zu sehr. Auch mit Salz bin ich nicht mehr ganz so asketisch wie vorher. Wir essen salzarm, aber nicht mehr salzlos.

Zu trinken gibts weiterhin stilles Wasser. Damit ist Maike sehr zufrieden und trinkt meist auch aus eigenem Antrieb gern.

Vorlieben:

Der Geschmack wechselt, nicht immer „mag“ Maike dasselbe, aber es gibt bei aller Vielfalt doch gewisse Tendenzen: Tomateninneres, Hirsebrei, Zucchini, Apfel, Birne und Ei sind klare Favoriten, die oft sehr gern un in größeren Mengen gegessen werden. Bei Ei fällt mir auf, dass Maike eine natürliche Sperre hat. So gern sie es isst, auf einmal möchte sie dann nicht mehr davon. Eiweiß isst sie in der Regel lieber als Eigelb. Kohlarten scheinen auch durchaus erwünscht zu sein. Kohlrabi, Wirsing, Spitzkohl und sogar Weißkohl wurden gern genommen. Es gibt sie bei uns nicht jeden Tag ;-).

Was machen wir anders als es bei Baby-Led-Weaning vorgeschlagen wird:

Wir füttern Maike, wenn sie das möchte.

Wir loben sie, wenn ihr der Umgang mit dem Besteck gut gelingt oder wenn sie Nahrungsstücke, die sie nicht essen möchte, neben den Teller legt, statt sie runterzuwerfen.

Was finden wir nach einem guten halben Jahr Erfahrung mit dieser Methode wichtig:

Nie Zwang ausüben oder nötigen! Maike darf immer ablehnen (sie schüttelt dann vehement den Kopf), egal ob Essen oder Trinken. Es kommt nicht darauf an, ob sie viel gegessen hat oder nicht. Signalisiert sie, dass sie nicht mehr möchte, ist das ok und sie kann nach der Lätzchen-ab-und-Waschprozedur auf zu neuen Taten schreiten.

Mahlzeiten werden wichtig genommen (alle setzen sich gemeinsam an den Tisch etc.), aber das Kind darf „los“, wenn es nicht mehr sitzenbleiben möchte.

Lob dreht sich nie um die Essmenge oder Trinkmenge oder um das, was (nicht) gegessen wird. Gelobt wird sozial angemessenes Essverhalten, aber auch das sehr in Maßen, getadelt wird nicht.

4. Wann immer das Kind es selbst tun möchte, wird das sofort unterstützt (aber es wird nicht erzwungen).

5. Essen darf untersucht werden. Z.B. musste einmal die Bananenschale ganz besonders ausführlich unter die Lupe genommen werden.

Ein Wort noch zur Umwelt:

Die meisten Leute in unserer Umgebung finden merkwürdig, dass wir unser Kind so essen lassen, wie wir es tun. Oft höre ich schon ungläubige Kommentare, weil ich nicht vorhabe, das Kind abzustillen. Dann muss ich mir häufig Lektionen darüber anhören, wie wichtig Kuhmilch für das Kind sei und dass es unbedingt Fleisch essen müsse, man könne ja, wenn das Kind es sonst nicht täte, Hackfleisch nehmen. Wie kann ich den Leuten erklären, dass ich den Willen und das Essgefühl meines Kindes respektiere und ihr vertraue, dass sie selbst am besten weiß, was sie braucht, SO LANGE SIE NOCH GESTILLT WIRD. Das ist meiner Meinung nach die unbedingte Voraussetzung.  Es ist nicht immer leicht, die ewig mahnenden Stimmen auszuhalten, die es nicht besser wissen als sie es selbst kennengelernt haben.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht und glücklich, wie einfach das Essen sich gestaltet, weil wir die komplizierte und meiner Meinung nach auch angstbesetzte Breifütterei nicht betreiben (müssen) und noch dazu stillen. Im Stillcafé höre ich immer wieder die Sorge, das Kind esse zu wenig und man wolle doch langsam weniger stillen. Dann denke ich jedes Mal, dass das sehr schade ist, weil das Weiterstillen zwar eine Einschränkung bedeutet, aber doch den Alltag an vielen Stellen einfacher macht und auch die Angst ums zu wenig Essen nimmt. Baby-led-Weaning lässt sich nicht getrennt vom längeren Stillen sehen, wie ich finde. Es lohnt sich, auch hier Informationen einzuholen und sich Selbstsicherheit zu verschaffen.