Heute, Tobias ist knapp 6 Monate alt, gab es für mich Fisch mit Wildreis und Möhren-Zucchini-Gemüse, das ich mit Knoblauch in Rapsöl angebraten und danach in Wasser mit wenig Gemüsebrühe gedünstet hatte. Da es Tobias‘ erstes Mittagessen war, hatte ich für ihn nur von den Möhren und den Zucchini beim Schnippeln ein paar längere Schnitze gelassen.

Diese habe ich ihm in seinem Plastikteller mit Saugnapf serviert.

Tobias war wach und nicht hungrig – das nächste Mal werde ich, bevor ich anfange mir Essen zu machen, darüber nachdenken, ob das der Fall sein wird, dieses Mal hat es mehr zufällig hingehauen.

Ich habe mir ein Spucktuch auf den Schoß gelegt und Tobias auf meinen rechten Oberschenkel gesetzt, entsprechend stand mein Teller links auf dem Tisch, so dass er nicht drankam. Tobias hatte ein Lätzchen an und die Ärmel hochgekrempelt. Für nachher hatte ich einen feuchten Waschlappen bereitgelegt.

Tobias war gleich sehr an dem Teller interessiert und hat es dann auch mehrfach geschafft, ihn trotz Saugnapf samt Inhalt vom Tisch zu katapultieren, so dass ich ihm seine Gemüseschnitze letztendlich direkt auf den Tisch gelegt habe.

Wie ich es von ihm schon kenne, hat er die unbekannten Dinge erstmal nur in die Hand genommen, befühlt und betrachtet, aber letztendlich auch die Zucchini mit der Hand zum Mund geführt und benagt, etwa in der Art wie er auf seinen Fingern rumkaut. Losgelassen hat er die Zucchini dabei nicht. Danach wurde sie noch ausführlich weiter mit den Händen untersucht, es folgten einige Falltests. Für’s nächste Mal möchte ich dran denken, ein Spielzeug mit an den Tisch zu nehmen, damit ich besser erkennen kann, wann das Interesse an den Nahrungsmitteln nicht mehr so groß ist – bei aller Liebe war das Aufheben des Zucchinistücks beim x-ten Mal dann nicht mehr soo lustig 🙂

Nach dem „Essen“ habe ich Tobias Gesicht und Hände abgewischt und ihn in seine Wiege gelegt, um dann Tisch und Boden zu säubern.

Insgesamt ging’s ganz gut, ich habe mich besonders gefreut, dass er die Zucchini schon zum Mund geführt hat – bei den allerersten Versuchen mit Birne wurde diese beim ersten Mal nur befühlt, erst beim zweiten Mal auch „angesaugt“. Wenn ich vom Tisch abgerückt bin, war Tobias‘ Hose in Gefahr bedreckt zu werden (also immer wenn ich die Zucchini aufgehoben hatte), ich musste also immer wieder direkt an den Tisch ranrücken. Was soll ich sagen, der Junge kann schon ein bisschen frei sitzen und der Hochstuhl wird unsere nächste Anschaffung für ihn. Dadurch, dass Tobias bei mir nur auf einem Bein saß, konnte er mit dem Fuß das Spucktuch vom anderen Bein runterdrücken. Nächstes Mal zwei nehmen? Nur das andere Bein schützen? Schürze + Spucktuch? Ich weiß es noch nicht.

Das nächste Mal will ich daran denken, ein paar Schnitze für ihn auf meinem Teller zusätzlich zu haben, dann kann ich bei Bedarf nachlegen und wenn er sich für mein Essen interessiert, kann ich ihm einfach was abgeben.

Schön war, dass er mit seinem Gemüse so beschäftigt war, dass er kaum versucht hat, an meinen Teller samt Essen dranzukommen.

Fortsetzung folgt!