Hanna hat Hunger! Das ist eindeutig. Sie schaut jedem aus der Familie begeistert beim Essen zu und verspeist jeden Bissen imaginär mit. Bekommt sie ihre eigene tägliche Mahlzeit, verputzt sie eine beachtliche Menge. Und das, obwohl ich sie nach wie vor gut und nach Bedarf stille.

Leider bringt uns Fingerfood nicht nur Freude. Es macht zwar einen riesigen Spass, ihr beim Essen zuzusehen, allerdings ist sie so gierig, dass sie sich ständig verschluckt. Mir springt jedes Mal der Puls mindestens auf 200. Leider ist das Verschlucken keine Seltenheit. Meistens beißt sie ein Stück ab und schiebt dann gleich das nächste nach.

Auch ihre Verdauung, die die feste Nahrung noch nicht gewöhnt ist, leidet unter dem gierigen Verschlucken großer Gemüse- und Obststückchen. Auch wenn alles sorgfältig gedünstet ist, kommt es in ganzen Stücken unten wieder raus. Kein Wunder, Hanna muss davon zwangsläufig Bauchweh bekommen.

Aus diesen Gründen habe ich begonnen, den Speiseplan zunächst auf einige wenige Gemüse- und Obstsorten zu beschränken. Sie bekommt nun Apfel, Birne, Karotte, Zucchini, Pastinake, Kürbis und Avocado.

Da einige dieser Zutaten sehr ungriffig sind, damit Hanna ihren Hunger stillen kann und weil sie es im Augenblick einfach besser verdaut, zermatsche oder püriere ich nun doch hin und wieder. Ich biete ihr einmal täglich, zur Mittagszeit ihre Mahlzeit an. Vom Ablauf hat sich das jetzt schon ganz gut eingebürgert. Vormittags gehen wir eine große Runde mit unserem Hund spazieren, dann wird Essen zubereitet und gespielt. Es folgt das Essen und der Mittagsschlaf. Vor dem Essen und dem Mittagsschlaf will sie gestillt werden.

 

Des weiteren habe ich mir ein paar gute Dinge besorgt. Eine rutschfeste Platzmatte, mit integrierten Schalen für ihr Essen, einen Löffel, den man biegen kann. So liegt er super in Babys Hand. Und ein paar Ärmellätzchen mit Auffangschale, so bleibt zumindest der größte Teil vom Kind sauber.

Hanna sitzt noch auf dem Schoß, im Hochstuhl hat sie trotz Sitzverkleinerung noch keinen Halt.