Hier findet ihr die Antworten auf viele Fragen, die BLW-Neulingen unter den Nägeln brennen. Eure Frage ist nicht dabei? Hinterlasst einfach einen Kommentar unter dieser Seite!

Wann kann ich mit BLW anfangen?

Gill Rapley empfiehlt in ihrem Buch, mit BLW zu starten, wenn das Baby volle 6 Monate alt ist. Wichtig ist aber vor allem, dass das Kind zumindest gestützt aufrecht sitzen kann, damit das Essen gut geschluckt werden kann. Auch die Motorik sollte so weit gereift sein,dass das Essen gegriffen und gezielt zum Mund geführt werden kann. Hier noch einmal alle Anzeichen zur Beikostreife:

  • Das Baby sitzt aufrecht mit nur wenig Unterstützung im unteren Rücken. Dies muss nicht in einem Babystuhl sein, auf dem Schoß ist am Anfang auch in Ordnung.
  • Das Baby zeigt Interesse am Familienessen, macht vielleicht schon erste Kaubewegungen.
  • Der Zungenstreckreflex ist verschwunden, d.h. Nahrung, die in den Mund gesteckt wird, wird nicht umgehend wieder hinausbefördert.
  • Das Baby kann zeigen, dass es satt ist – z.B. indem es sich von der Brust oder der Flasche abwendet, wenn es genug hat.
  • Das Baby kann nach Nahrung greifen und diese selbstständig zum Mund führen.

Wann habt ihr begonnen?

Wann habt ihr mit BLW begonnen?

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Verschluckt sich mein Baby nicht, wenn ich ihm feste Kost gebe?

Wenn einige einfache Sicherheitsregeln befolgt werden, ist Verschlucken nicht wahrscheinlicher als bei anderen Methoden der Beikosteinführung. Möglicherweise hilft es Babys sogar zu lernen sicher zu essen, wenn man ihnen erlaubt zu kontrollieren was sie in den Mund nehmen. Mehr dazu kannst du in der BLW-Einführung nachlesen.

Welche Lebensmittel sollte ich meiden?

  • Essen, dem Salz oder Zucker hinzugefügt wurde – besser ist es, am Tisch für die Großen nachzuwürzen
  • Fertiggerichte und Fast Food
  • Honig, Schalentiere, Thunfisch (und andere Fische, die sich selbst von Fischen ernähren, z.B. Schwertfisch, Speerfisch) und nicht durchgegarte Eier
  • Lebensmittel, an denen sich das Kind leicht verschlucken kann wie z.B. Nüsse, Weintrauben oder Cocktailtomaten sollten vermieden oder geviertelt werden. Auch halbierte Trauben können an der Speiseröhre festkleben wenn sie ganz verschluckt werden
  • Sobald das Kind größere Mengen isst, sollte der Eiweißgehalt im Auge behalten werden. Die DGE empfiehlt bei Kindern von 6-12 Monaten ca. 9g Eiweiß als Maximalmenge. Dies ist z.B. in einer großen Scheibe Käse enthalten. Es ist nicht schlimm wenn das Kind einmal mehr davon isst, aber auf Dauer belastet zu große Mengen Eiweiß die Nieren.

Mehr zum Thema Lebensmittel-Auswahl kannst du in der BLW-Einführung nachlesen.

Was ist denn mit Öl bei BLW?

In der klassischen Beikost wird dem Brei Öl beigefügt. Viele Mamas fragen sich daher, wie die Zugabe von Öl oder Fett beim BLW funktioniert.

Generell wird Öl dem Brei zugeführt, da dieser möglichst schnell eine Stillmahlzeit ersetzen soll. Nun hat ein Gemüsebrei aber deutlich weniger Kalorien als Muttermilch, füllt den Magen des Babys aber genauso. Also muss Öl zugefügt werden, damit die Mahlzeit den gleichen Nährwert hat wie eine Milchmahlzeit.

Beim BLW bleibt Milch dagegen lange Zeit die Haupt-Energiequelle, die feste Kost wird als Ergänzung gesehen. Es ist also zu Beginn gar nicht erforderlich, dem Baby zusätzliches Fett zu geben. Spätestens wenn es mit der normalen Familienkost mitisst, erhält es den normalen Fettanteil unseres Essens.

Trotzdem gibt es natürlich Möglichkeiten, Fingerfood mit Fett/Öl anzubieten:

  • In Öl gedünstete Gemüstesticks oder Ofenpommes
  • Kartoffelpüree mit Butter zum Selbstdippen
  • Toast mit Butter oder Mandelmus
  • Avocado

Wie schnell kann ich Mahlzeiten mit BLW ersetzen?

Im Gegensatz zur klassischen Beikostlehre geht es beim BLW nicht darum, möglichst schnell einzelne Stillmahlzeiten zu ersetzen. Die Muttermilch bleibt lange die Hauptnahrungsquelle, das Baby gibt die Geschwindigkeit bei der Umstellung auf feste Kost vor. Essen bleibt – dem Namen entsprechend – Beikost.

Viele Babys erkunden in den ersten BLW Monaten nur spielerisch das Essen und nehmen nur geringe Mengen fester Nahrung zu sich.  Da heißt es entspannt bleiben. Über die Milch bekommen die Kleinen alles was sie brauchen, gebt ihnen die Zeit, die sie brauchen.

Selbst wenn euer Baby mit 8, 10 oder 12 Monaten noch hauptsächlich Muttermilch zu sich nimmt, ist das nichts außergewöhnliches. Wenn sie selbst entscheiden dürfen, fangen viele Babys erst spät an, richtig zu essen.