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Eure Fragen

Gemüse

Leni und Hanna: Unser Beikoststart

Wenn ich nicht in Elternzeit bin, unterrichte ich in der Mittelschule.

Von daher bin ich von Natur aus neugierig und las mir die Geschichte der Babyernährung durch, dabei erschrickt und wundert man sich wirklich, dass es die Menschheit so weit geschafft hat. Mein Interesse war geweckt und ich wollte mehr zum Thema Beikost erfahren, da wir ja nicht ewig stillen können und es zwangsläufig auf uns zukommt. Hanna ist im Juni 2016 geboren und jetzt 5 Monate jung. Beim Thema Beikost ist mir wichtig, das ganze locker und gesund anzugehen.

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Rezepte für BLW-Anfänger

Auf dieser Seite möchte ich einige Rezeptideen für Baby Led Weaning Anfänger vorschlagen. Eigentlich handelt es sich hierbei noch nicht um wirkliche Rezepte, sondern Vorschläge, welche Lebensmittel ihr euren Kindern für den BLW Start anbieten könnt.

Generell bietet sich alles an, was:

  • einfach zu greifen ist
  • auch ohne (viele) Zähne zerteilt werden kann
  • keine zu festen Bestandteile enthält, die eventuell verschluckt werden könnten. (roher Apfel ist also weniger gut geeignet, leicht gedünsteter, geschälter Apfel  besser)
  • nicht so weich ist, dass man es beim etwas unkoordinierten Greifen gleich wieder zerdrückt (z.b. weich gekochte Kartoffeln)

Folgende Lebensmittel wurden von den BLW Mamas dieser Seite erfolgreich getestet:

  • Reiswaffeln natur. Hierfür gibt es von Alnatura oder anderen Babyherstellern Reiswaffeln in Babygröße, die sich besonders gut greifen lassen. Aber natürlich kann man auch die wesentlich günstigeren Waffeln in Normalgröße kaufen und kleine Stücke abbrechen. Die Waffeln lassen sich prima ablutschen und weichen dabei langsam auf. (Und ja – die kleinen Stücke kleben später überall an Kind, Mama oder Möbelstücken
    Wer Sorge hat bzgl der Arsenbelastung kann genauso gut Maiswaffeln oder ähnliches geben.
  • Gurken: Auch wenn sie etwas fester sind, fand Leonie Gurkenstreifen von Anfang an super. Ich habe dabei ca. 5 cm lange Stücke aus dem festen Teil herausgeschnitten, teilweise war auch der weiche Teil mit Kernen enthalten. So gab es immer einen Bereich zum festhalten und einen zum Abnagen.
  • Gedünstete Gemüsestücke wie Zucchini, Möhren oder Brokkoli. Hier muss man vielleicht etwas experimentieren um die perfekte Konsistenz zu finden.
  • Auch gedünstete Apfel- oder Birnenstücke schmecken angenehm süß. Diese sollte man zu Beginn unbedingt schälen, damit die Schale nicht am Gaumen hängenbleibt oder sich das Baby daran verschluckt.

Kristina und Tobias V

So, in letzter Zeit hat sich mal wieder einiges getan!

Ich habe endlich rausgekriegt, wie lange ich Paprika dampfgaren muss, damit Tobias auch was davon abkriegen kann und nicht nur zahnlos drauf rumnagt – leider sieht die Paprika in dem Zustand auch etwas schlappi aus, das Zielen zum Mund muss neu geübt werden…

Verdauungsgeschichten

Jetzt ist es wieder gut, aber für etwa zehn Tage hatte Tobias Durchfall und war in der Zeit auch etwas quäkiger als sonst. Ich war darauf vorbereitet, dass das im Rahmen der Umstellung der Darmflora passieren kann, hätte es aber eher später erwartet, wenn er mehr wirklich isst. Nun, schauen wir mal, ob wir die Sache damit endgültig hinter uns haben. Jedenfalls ist der Geruch der Windeln nicht mehr ganz so harmlos leicht-säuerlich wie „früher“.

Was man auch erkennt, ist, dass der Darm das Gemüse nicht komplett verdaut. Okay, gibt’s bei Erwachsenen auch (ich sach nur, die Haut von Tomaten), fällt bei Tobias im Moment aber mehr auf. Gill Rapley schreibt ja, dass der Darm erst „lernen“ muss, mit dem festen Essen umzugehen. An anderer Stelle (Herbert Renz-Polster: Kinder verstehen – oder war es doch Remo Largo: Babyjahre?) habe ich aber gelesen, dass man die so genannten Drei-Monats-Koliken nicht damit erklären könne, dass der Darm noch reifen muss, alle Enzyme seien von Geburt an vorhanden. Nun weiß ich also nicht so ganz, was ich da glauben soll. Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass das Gemüse in Tobias‘ Verdauungstrakt auf die Dauer noch besser aufgespalten wird und dass er keinen wesentlichen Nachteil davon hat, dass sein Essen nicht püriert ist – bloß, weil man die Stückchen noch erkennen kann, ist ja nicht gesagt, dass der Körper püriertes Essen aufgenommen hätte. Immerhin sind auch im Speichel Verdauungsenzyme, mit denen kommt püriertes Essen kaum in Kontakt, weil man das ja gleich schlucken kann. Sollte das Essen allerdings noch in diesem recht wenig veränderten Zustand wieder unten rauskommen, wenn er so zehn/elf Monate alt ist, würde ich mir da schon mehr Gedanken drüber machen.

Gemüsesorten

Ich habe mal darüber nachgedacht, welche Gemüsesorten es so gibt und welche davon Tobias schon kennt. Ich war mir gar nicht bewusst, wie eingeschränkt mein Horizont war. Jetzt jedenfalls ist der Stand so, dass Tobias schon folgende Gemüsesorten kennt oder zumindest einmal probiert hat:

Kartoffeln, Möhren, Zuckerschoten, Paprika, Broccoli, Zucchini, Kohlrabi, Champignons, Austernpilze, grüne Bohnen, Blattspinat.

Und das hier soll er im weiteren Verlauf möglichst noch kennenlernen:

Fenchel, Avocado, Aubergine, Blumenkohl, Weißkohl, andere Bohnensorten, Gurken, Pastinaken, Topinambur, Tomaten, Süßkartoffeln, Sellerie, Porree, Chicorée, Kürbis. Bohnenkeimlinge? Sprossen, z.B. Kresse?! Bambussprossen?

Da haben wir ja noch einiges vor uns.

Ich verfolge ja die Philosophie, Tobias die Nahrungsmittel erst „einzeln“ kennenlernen zu lassen, wobei mir klar ist, dass das im Sinne von BLW nicht erforderlich wäre. Als wir Pfingsten bei meinen Eltern waren, hat er einfach mit“gegessen“, was es halt gerade gab, Fisch, Ciabatta, Erdbeeren… Letztere sind übrigens hervorragend geeignet, die Farbe des Hochstuhl-Sitzkissens zu verändern! Überhaupt kam meine Mutter ja zu dem Schluss, Tobias esse ja schon recht manierlich, wenn man mal davon absehe, dass wir danach immer eine halbe Stunde unter dem Tisch rumkriechen (um die Spuren zu entfernen). Nun, es ist zwar keine halbe Stunde, aber ein gewisser Aufwand ist schon damit verbunden, und ob es sich vom Zeitaufwand her so richtig rentiert, BLW und nicht Breichenfüttern zu machen, weiß ich nicht. Ich habe ja jetzt das System entwickelt, Tobias nach dem Essen für kurze Zeit in die Wippe zu setzen, von wo aus er gespannt die Fische im Aquarium beobachtet. Das führt dazu, dass er noch kurz aufrecht sitzt und letzte kleine Speisereste im Mund gefahrlos runterschlucken kann (nachdem ich seinen Mundraum auf größere Brocken kontrolliert habe), während ich nach ihm auch seinen Essplatz säubere.

 Mundraumkontrolle

Das mit der Mundraumkontrolle ist besonders wichtig, wenn man Nahrungsmittel isst, die im Mund einen eher klebrigen Brei ergeben – neulich aß ich zusätzlich zu dem Gemüse, das ich mit Tobias geteilt habe, ein Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen und Hartkäse, für das Tobias sich sehr interessierte. Nachdem ich mich erinnerte, dass mein Kinderarzt gesagt hatte, dass Getreideprodukte nach dem sechsten Monat erlaubt sind, habe ich ihm ein bisschen abgegeben. Er fand es toll, aber der Gaumen war nachher halbwegs zugekleistert.

 Erster Joghurt

Gestern und heute hatte Tobias beschlossen, dass Essen evtl. doch eher dazu da ist, ausschließlich die Handmotorik zu trainieren – zur Ungeduld seiner Mutter. Heute gab es Fisch und Blattspinat, während Tobias noch schlief. Ich habe ihm ein bisschen übergelassen, und als er wieder wach wurde, es ihm fast kalt vorgesetzt. Er hat auch gleich angefangen damit zu hantieren, es aber nicht zum Mund geführt. Mein Mann hat sich dann dazugesetzt und Joghurt zum Nachtisch gegessen. In den letzten Tagen hatte ich Tobias öfters einen Löffel zum Spielen gegeben, den er auch immer mal wieder in den Mund genommen hatte. Also holte ich ihm jetzt etwas Naturjoghurt, in den ich seinen Löffel tunkte und ihm den dann hinhielt. Und tatsächlich: er probierte und fand Joghurt offenbar lecker, denn danach habe ich den Löffel noch ein paar Mal nachladen dürfen. Okay, es ist nicht alles im Mund gelandet…

Ich habe den Löffel auch immer nur in den Joghurt getunkt und danach abtropfen lassen, da Tobias ohnehin noch nicht raushat, wie man das Zeug aus der Mulde im Löffel oben rausholt. Aber ansonsten war ich recht begeistert, auch, als er dann mit seinen gut sieben Monaten etwas Spinat mit Daumen und Zeigefinger vom Tisch nahm. Okay, okay, der Mittelfinger hat die Bewegung mitgemacht und nur nichts abbekommen, es war also kein echter Pinzettengriff, schon klar.

 Gedanken über’s Trinken

Als nächstes möchte ich Tobias die Möglichkeit geben zu lernen, wie man aus einem Becher trinkt. Gill Rapley empfiehlt ja, daheim auf diese Trinklernbecher zu verzichten, da die Babys so schneller das „richtige“ Trinken lernen sollen. Tatsächlich ist es ja so, dass z.B. die Trinklernserie von NUK, wenn ich mich recht entsinne, dem Baby beibringen soll, den Mund zum Trinken nach und nach breiter aufzumachen. Das ist bei gestillten Babys aber eigentlich ohnehin der Fall, so dass die Umstellung einem Stillbaby (oder einem Baby, das länger gestillt worden ist) leichter fallen sollte. Ich habe jetzt jedenfalls so einen Trinklernbecher mit breitem Boden ohne Aufsatz bestellt und bin gespannt auf die Dinge, die da kommen sollen. Mit einem kleinen Plastikbecher hat Tobias schon mehrfach über der Spüle ausprobiert, was passiert, wenn man ihn kippt, wenn Wasser drin ist. Und einmal hat er meinen 0,5 Liter-Teebecher mit zwei Händen gegriffen (nein, den habe ich da nicht losgelassen!) und sich zum Mund geführt, ohne dass die Bewegung von mir vorgegeben war, und dann gekippt, so dass er den letzten Tropfen von meinem Tee ergattert hat, das fand ich echt klasse.

 Fleisch und Kartoffeln

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass mir klar geworden ist, dass ich anfangen muss, von der Obst- und Gemüsediät wegzukommen, der Junge braucht Eisen. Natürlich kann man das auch mit einer vegetarischen Ernährung versuchen, da ich aber selbst kein Vegetarier bin, habe ich auch nicht vor, Tobias so zu erziehen, hätte auch gar nicht genügend Kenne zu diesem Thema. Also habe ich beim letzten Mal, als ich Frikadellen gemacht habe, ein paar davon als Sticks geformt, und siehe da, Tobias fand sie klasse. Wir haben keine Fotos davon gemacht, wie er sie isst, aber von dem Teller mit dem Essen gibt’s eins:

Die Kartoffeln gehören zu den letzten (zu) kleinen, die wir noch hatten. Ich habe sie Tobias einfach hingelegt, eine Herausforderung neben mindestens einer machbaren Aufgabe ist ja erlaubt. Ihr hättet erleben sollen, was das für eine Aufregung gab! Tobias stand die meiste Zeit in seinem Hochstuhl, nachdem ich ihm die Kartoffel vorgelegt hatte, hatte den Mund geschlossen (und noch Hackfleischreste drin) und lautierte fast unablässig, während er die Kartoffel ansah. Irgendwann war er dann damit fertig, nahm sie und zerquetschte sie. In diesem Zusammenhang wurde auch getestet, dass Kartoffelreste viel schöner fliegen, wenn man sie nicht durch einfaches Öffnen der Hand los wird, sondern indem man mit der Hand gegen die Tischkante haut. (Aus Tobias‘ Forschungstagebuch: Wiederholung dieses Experiments zur Sicherung des Ergebnisses erforderlich!)

Nachtrag: Am übernächsten Tag hat er mit der letzten kleinen Kartoffel lange experimentiert, wie sie am besten zu greifen ist. Der Versuch, von ihr abzubeißen, scheiterte letztendlich daran, dass seine Finger immer im Weg waren, aber dass man die Hand zum Abbeißen anders drehen muss als wenn etwas aus der Hand oben rausguckt, hatte er am Ende verstanden.

So, das war’s mal wieder mit dem Abenteuer BLW mit Tobias. Insgesamt bin ich weiterhin zufrieden mit dem Verlauf und gespannt, wie es weitergeht – ich werde berichten!

Kristina und Tobias IV

So, es gibt inzwischen (Tobias ist ca. sechseinhalb Monate alt) ein paar neue Erkenntnisse von der baby-led weaning-Front:

–          Kartoffeln sind toll! Na ja, zumindest was die Essbarkeit angeht. Bei Paprika, Möhren und Co. habe ich noch nicht so richtig raus, wie lange ich sie garen muss, damit Tobias sie auch abbeißen kann.  Anders bei Kartoffeln: wenn die erst mal im Mund sind, kann er da richtig was mit anfangen. Ab und zu löst er auch den Würgreflex damit aus oder muss etwas husten, aber ich habe den Eindruck, dass er davon auch durchaus einiges wirklich isst. Bis die Kartoffel allerdings im Mund ist, muss man sie korrekt greifen. Leider zeigt sich hier immer wieder, ob man schon raus hat, wie die Kraft in den Fingern beim Greifen richtig zu dosieren ist…

–          Heute hat Tobias mehrfach scheinbar verträumt aus dem Fenster geguckt und dabei ein Stück Kartoffel korrekt gegriffen, ich war echt baff, zumal das ja mit oben erwähnten Schwierigkeiten einhergeht.

–          Broccoli wird inzwischen auch in den Mund gesteckt, allerdings bisher nur der Strunk. Wir haben neuen Broccoli gekauft, damit Tobias weiter üben kann.

–          Äpfel sind auch toll! Allerdings nur, wenn ich sie gare, so dass man sie gut abbeißen/-lutschen kann. Dann sind sie super. Wir kaufen allerdings auch immer Braeburn, nix für Babys ohne Zähne. Demnächst will ich mal Jonagold probieren, wenn ich den Eindruck habe, dass Tobias motorisch weit genug ist, sich mit einem ganzen Apfel zu beschäftigen. Bis dahin ist festzustellen, dass gare Äpfel ganz schön saftig sind – merke: nach der Mahlzeit auch die Unterarme des Babys mit abwischen!

–          Die Tage hatte Tobias mal ein Stück Apfelschale mit abgebissen, das lag dann auf seiner Zunge und wollte nicht vorwärts noch rückwärts. Letztendlich habe ich es ihm rausgenommen. Im Nachhinein habe ich dann aber gedacht, ja, es hat ihn gestört und er hat daran gearbeitet, es loszuwerden, aber er wirkte nicht genervt, hätte ich es ihm nicht noch lassen sollen, damit er seine Mundmotorik trainieren kann?

–          Überhaupt merke ich, dass es eine Herausforderung bleibt, Tobias nicht zu helfen. Jetzt sind wir seit fast vier Wochen mit BLW beschäftigt, und erst vor ein paar Tagen hätte ich ihm fast was in den Mund gesteckt, obwohl ich weiß, dass das bei BLW tabu ist.

–          „Be prepared for the mess“, wie Gill Rapley schreibt: Bisher funktioniert mein System mit dem nassen Waschlappen, der schon zu Essensbeginn mit an den Tisch kommt, um danach alles damit wegzuwischen was ich nicht aufsammeln kann, sehr gut. Wie viel auf dem Boden landet, hängt sehr davon ab, was es gibt. Wie schon erwähnt, isst Tobias reife Birnen ja recht gerne, da landet dann wenig auf dem Boden, die Reste aus seinen Händen meist wieder auf dem Tisch. Bei al dente gegartem Gemüse ist das noch anders, da landet das meiste auf dem Boden, nachdem er eine Weile darauf herum gelutscht hat. Ich bin froh über die Ärmellätzchen, wobei ein großes normales Lätzchen wahrscheinlich auch gehen würde, wenn der Body kurze Ärmel hat oder die Ärmel gut hochgekrempelt werden – das muss ich mit dem Ärmellätzchen ohnehin auch.

 

 Tobias‘ TrippTrapp nach dem Essen

–          Im Moment essen Tobias und ich meist zweimal am Tag zusammen, einmal gibt es Obst, das andere Mal was Deftiges, das klappt ganz gut. Ich hatte beim Salatmachen abends einfach ein bisschen mehr geputzt und dann nur noch wenig Aufwand, das Zeug mittags in einem Sieb über einem kleinen Topf dampfzugaren. Einmal habe ich die Gemüseschnitze auch mit etwas Rapsöl begossen, mit Rosmarin und Thmyian gewürzt und in den Backofen getan – ging auch, war aber auch noch al dente. Ein anderes Mal hatte ich beim Abendessen Eliche tricolore über, die kamen dann am nächsten Mittag mit etwas Gemüse in die Mikrowelle etc.

–          Tobias hat inzwischen gelernt, dass die Sachen auf dem Tisch in den Mund gesteckt werden. Erst wenn er keine Lust mehr dazu hat, geht er dazu über, auszuprobieren, was man sonst noch so damit machen kann, singt dann auch seinen Frustgesang und wird dann bald von mir aus dem Hochstuhl genommen.

–          Ab und zu versucht Tobias, das Essen direkt mit dem Mund vom Tisch aufzunehmen, das scheitert aber regelmäßig und er gibt es dann gleich wieder auf.

–          Das süßeste ist das Anfangsritual: Wir klatschen den „We will rock you“-Beat und sprechen ein kurzes rhythmisches Gebet dazu und Tobias klatscht dabei begeistert auf den Tisch.

–          Pläne: eine Ananas wartet in der Küche darauf, reif zu werden, genauso eine Melone. Demnächst will ich ihm auch mal Hähnchen anbieten, wenn sich mal die Gelegenheit bietet. Und irgendwann dann auch mal einen Apfelschnitz für Tobias in Joghurt tunken oder einen Löffel mit Magerquark beladen und ihm hinlegen, mal gucken, wann die Zeit dafür reif ist.

Barbara und Leonie – wir lernen weiter

Inzwischen sind gut zwei Wochen seit unserem BLW-Start vergangen. Es ist wirklich interessant zu verfolgen, wie unterschiedlich Leonie mit den Lebensmitteln umgeht und mir jetzt schon ganz deutlich zeigt, was ihr schmeckt und was nicht.

Reiswaffeln werden mittelweile höchst professionell geknabbert. Leonie beißt  kleine Stücke ab und bis auf einzelne Stückchen verschwindet nach und nach die ganze Mini-Waffel im Mund. Ich kaufe aktuell die Baby-Reiswaffeln von Alnatura, die sind kleiner als die Standard-Reiswaffeln und natürlich ohne Salz.
Die kleinen Reiswaffel-Reste findet man inzwischen allerdings überall in der Wohnung verteilt. 🙂
Auch Gurken werden weiterhin mit großer Begeisterung gegessen. Das Kauen und Schlucken sieht zwar manchmal nach einer Menge Arbeit aus, aber bis jetzt hat sich Leonie noch nicht einmal wirklich an ihrem Essen verschluckt.

Dass die verspeisten Mengen gar nicht mal so gering sind, zeigt sich auch an Leonies Verdauung. Hier ist alles deutlich fester geworden! Um etwas gegenzusteuern, biete ich ihr nachmittags Birnenmus an, das sie mit großer Begeisterung direkt aus ihrem Doidy Cup schlürft.

Bislang nur unter die Kategorie „Erkundet und für uninteressant befunden“ fallen gedünstete Gemüsesticks wie Fenchel, Brokkoli, Zucchini oder Kartoffel. Diese werden einmal in den Mund genommen, eventuell auch noch ein zweites Mal, dann aber direkt fallengelassen und nicht mehr angefasst.

Was ich noch gelernt habe? BLW sorgt dafür, dass ich mich auch wieder gesünder ernähre. Statt nur schnell ein Fertiggericht warmzumachen, suche ich jetzt wieder nach Rezepten, bei denen ein wenig Obst oder Gemüse für Leonie abfällt, das ich dünsten oder roh anbieten kann. BLW ist also auch gut für die Mama!