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Eure Fragen

Rahmenbedingungen

Kristina und Tobias IV

So, es gibt inzwischen (Tobias ist ca. sechseinhalb Monate alt) ein paar neue Erkenntnisse von der baby-led weaning-Front:

–          Kartoffeln sind toll! Na ja, zumindest was die Essbarkeit angeht. Bei Paprika, Möhren und Co. habe ich noch nicht so richtig raus, wie lange ich sie garen muss, damit Tobias sie auch abbeißen kann.  Anders bei Kartoffeln: wenn die erst mal im Mund sind, kann er da richtig was mit anfangen. Ab und zu löst er auch den Würgreflex damit aus oder muss etwas husten, aber ich habe den Eindruck, dass er davon auch durchaus einiges wirklich isst. Bis die Kartoffel allerdings im Mund ist, muss man sie korrekt greifen. Leider zeigt sich hier immer wieder, ob man schon raus hat, wie die Kraft in den Fingern beim Greifen richtig zu dosieren ist…

–          Heute hat Tobias mehrfach scheinbar verträumt aus dem Fenster geguckt und dabei ein Stück Kartoffel korrekt gegriffen, ich war echt baff, zumal das ja mit oben erwähnten Schwierigkeiten einhergeht.

–          Broccoli wird inzwischen auch in den Mund gesteckt, allerdings bisher nur der Strunk. Wir haben neuen Broccoli gekauft, damit Tobias weiter üben kann.

–          Äpfel sind auch toll! Allerdings nur, wenn ich sie gare, so dass man sie gut abbeißen/-lutschen kann. Dann sind sie super. Wir kaufen allerdings auch immer Braeburn, nix für Babys ohne Zähne. Demnächst will ich mal Jonagold probieren, wenn ich den Eindruck habe, dass Tobias motorisch weit genug ist, sich mit einem ganzen Apfel zu beschäftigen. Bis dahin ist festzustellen, dass gare Äpfel ganz schön saftig sind – merke: nach der Mahlzeit auch die Unterarme des Babys mit abwischen!

–          Die Tage hatte Tobias mal ein Stück Apfelschale mit abgebissen, das lag dann auf seiner Zunge und wollte nicht vorwärts noch rückwärts. Letztendlich habe ich es ihm rausgenommen. Im Nachhinein habe ich dann aber gedacht, ja, es hat ihn gestört und er hat daran gearbeitet, es loszuwerden, aber er wirkte nicht genervt, hätte ich es ihm nicht noch lassen sollen, damit er seine Mundmotorik trainieren kann?

–          Überhaupt merke ich, dass es eine Herausforderung bleibt, Tobias nicht zu helfen. Jetzt sind wir seit fast vier Wochen mit BLW beschäftigt, und erst vor ein paar Tagen hätte ich ihm fast was in den Mund gesteckt, obwohl ich weiß, dass das bei BLW tabu ist.

–          „Be prepared for the mess“, wie Gill Rapley schreibt: Bisher funktioniert mein System mit dem nassen Waschlappen, der schon zu Essensbeginn mit an den Tisch kommt, um danach alles damit wegzuwischen was ich nicht aufsammeln kann, sehr gut. Wie viel auf dem Boden landet, hängt sehr davon ab, was es gibt. Wie schon erwähnt, isst Tobias reife Birnen ja recht gerne, da landet dann wenig auf dem Boden, die Reste aus seinen Händen meist wieder auf dem Tisch. Bei al dente gegartem Gemüse ist das noch anders, da landet das meiste auf dem Boden, nachdem er eine Weile darauf herum gelutscht hat. Ich bin froh über die Ärmellätzchen, wobei ein großes normales Lätzchen wahrscheinlich auch gehen würde, wenn der Body kurze Ärmel hat oder die Ärmel gut hochgekrempelt werden – das muss ich mit dem Ärmellätzchen ohnehin auch.

 

 Tobias‘ TrippTrapp nach dem Essen

–          Im Moment essen Tobias und ich meist zweimal am Tag zusammen, einmal gibt es Obst, das andere Mal was Deftiges, das klappt ganz gut. Ich hatte beim Salatmachen abends einfach ein bisschen mehr geputzt und dann nur noch wenig Aufwand, das Zeug mittags in einem Sieb über einem kleinen Topf dampfzugaren. Einmal habe ich die Gemüseschnitze auch mit etwas Rapsöl begossen, mit Rosmarin und Thmyian gewürzt und in den Backofen getan – ging auch, war aber auch noch al dente. Ein anderes Mal hatte ich beim Abendessen Eliche tricolore über, die kamen dann am nächsten Mittag mit etwas Gemüse in die Mikrowelle etc.

–          Tobias hat inzwischen gelernt, dass die Sachen auf dem Tisch in den Mund gesteckt werden. Erst wenn er keine Lust mehr dazu hat, geht er dazu über, auszuprobieren, was man sonst noch so damit machen kann, singt dann auch seinen Frustgesang und wird dann bald von mir aus dem Hochstuhl genommen.

–          Ab und zu versucht Tobias, das Essen direkt mit dem Mund vom Tisch aufzunehmen, das scheitert aber regelmäßig und er gibt es dann gleich wieder auf.

–          Das süßeste ist das Anfangsritual: Wir klatschen den „We will rock you“-Beat und sprechen ein kurzes rhythmisches Gebet dazu und Tobias klatscht dabei begeistert auf den Tisch.

–          Pläne: eine Ananas wartet in der Küche darauf, reif zu werden, genauso eine Melone. Demnächst will ich ihm auch mal Hähnchen anbieten, wenn sich mal die Gelegenheit bietet. Und irgendwann dann auch mal einen Apfelschnitz für Tobias in Joghurt tunken oder einen Löffel mit Magerquark beladen und ihm hinlegen, mal gucken, wann die Zeit dafür reif ist.

Kristina und Tobias III – Kochsalz und neue Erfahrungen

So, es ist mal wieder Zeit für ein Update:

Ich habe mal geprüft wieviel Salz in meinen Nudeln und in meinem Reis ist, indem ich geguckt habe wieviel Salz ich üblicherweise ins Kochwasser gebe und wieviel Wasser vom Kochgut aufgenommen wird:
– Beim Reis war es Naturreis, ich habe auf 800 ml einen halben leicht gehäuften Teelöffel Salz gegeben (also ca. 4g, das entspricht einer 0,5%igen Kochsalzlösung). Ich fand den Geschmack hinterher okay, nicht zu wenig gesalzen – das ist aber Geschmacks- und Gewöhnungssache. Jedenfalls hatte der Reis dann nachher in 2 Erwachsenenportionen knapp 2g Salz, also die Tageshöchstdosis für Säuglinge, über die hinaus es schon kritisch für die Nieren werden kann. Ziel ist ja, nicht mehr als 1g Salz pro Tag zu „geben“, um auf keinen Fall Probleme zu kriegen.
– Bei den Nudeln gebe ich auf meine (nur) 2,5l Wasser einen schwach gehäuften Teelöffel Salz (knapp 9g). In der Zwei-Erwachsene-Portion (also 250g ungekochte Nudeln) waren dann 1,2g Salz.
Bei meinen Berechnungen bin ich davon ausgegangen, dass das Wasser-zu-Salz-Verhältnis im Kochgut nicht anders ist als im Wasser, mit dem gekocht wird.
Was mich noch interessieren würde: Wieviel Salz ist in meiner Gemüsebrühe? Werde mal gucken ob ich das noch rauskriege und ggf. berichten. In vielen meiner Rezepte wird Gemüse in Brühe gegart.
Gill Rapley empfiehlt ja, Reis, Pasta und Kartoffeln ganz ohne Salz zu kochen. Gemüse kann man dampfgaren mit akzeptablen Ergebnissen, Kartoffeln als Pellkartoffeln zubereiten, aber Pasta und Reis (außer den Basmatireis für asiatische Rezepte) ohne Salz zu kochen, finde ich inakzeptabel. Daher also die Berechnung oben.
Bei Toastbrot ist es auch so, dass in 2 Scheiben von unserem Toast lt. Packung 2g Salz drin sind, damit darf das Baby, das das gegessen hat, für den Rest des Tages ja auch kein Salz mehr essen – und ich gedenke nicht, deshalb Brot ohne Salz selber zu backen. Wahrscheinlich wird es auch nicht oft vorkommen, dass ein Baby zwei Erwachsenenportionen Reis an einem Tag isst…

Mein Mann hat den Tripp Trapp aufgebaut – an dieser Stelle lieben Dank an alle, die an diesem Geschenk beteiligt waren! Da Tobias sich zwar noch nicht aufsetzen, aber doch schon recht ordentlich sitzen kann, setzen wir ihn zum Essen jetzt dort hinein. Das hat den Vorteil, dass er, auch wenn wir nur zu zweit essen, beobachten kann, dass ich das Gleiche esse, und dass ich meine zweite Hand frei habe. Ich kann auch mal schnell aufstehen, wenn ich etwas für ihn aufheben möchte. Unser Kinderarzt hat auch sein Okay gegeben, wenn wir ihn nicht stundenlang und/oder unbeaufsichtigt sitzen lassen. Das Sitzkissen wird wohl nicht weitervererbt werden *grins*… Mit den Ärmellätzchen kommen wir jetzt auch gut klar, sie reichen aus (während sie nicht weit genug nach hinten reichten, als Tobias noch bei mir auf dem Schoß saß).

Gestern gab es erst abends warmes Essen, als Tobias schon im Bett war. Tobias fand, dass meine direkte Nähe wichtiger ist als die Nahrungszubereitung, also gab es mittags unseren Standard-Obstteller mit Apfel, Birne und Banane. Den Apfel hatte ich nur schnell mit dem Spaltenschneider in 6 Stücke geschnitten, da Tobias fand, dass meine direkte Nähe… nun denn. So gab es für ihn Birnensticks, aber den Apfel als Spalte. Ich war beeindruckt, wie ausdauernd er versuchte, mit seinen von den Birnen glitischigen Fingern den Apfelspalt zu greifen, der eigentlich ein bisschen zu dick war. Immer wieder rutschte er ihm aus den Fingerchen, weil er zur Mitte hin dicker wurde, und immer wieder versuchte er es, probierte mit wechselndem Erfolg verschiedene Techniken aus… Meine Hebamme hatte ja gemeint, die Frustrationstoleranz sei bei Jungen geringer – bei Tobias kann ich das jedenfalls nicht bestätigen.

Heute mittag gab es dann Spirelli mit Lachs und Zuckerschoten, zu meiner Freude führte er eine Zuckerschote zum Mund und lutschte sie – als sie dabei wegrutschte, lutschte er halt an seinen Fingern weiter. Der Rest wurde mit den Händen untersucht und Falltests unterzogen, deshalb hat Tobias vom gebratenen Lachs in Würfeln auch nicht so viel von uns abgekriegt. Der lässt sich übrigens hervorragend in der Faust zerdrücken.

Heute abend gab es dann wieder mal Obst. Zu meinem Erstaunen hat Tobias die Birne recht rasch gezielt zum Mund geführt, abgebissen und das Stückchen runtergeschluckt, ich war ganz baff, habe erstmal geguckt, ob es nicht irgendwo anders gelandet ist.

Er hat dann aber im weiteren Verlauf des Essens auch ordentlich Bekanntschaft mit seinem Würgereflex gemacht, beim ersten Mal so stark, dass eine kleine Pfütze Milch rausgekommen ist. Beim zweiten Mal hatte er es schon besser im Griff, aber klar, das ist ein Lernprozess. Ich war natürlich immer direkt neben ihm, habe ihn aber machen und lernen lassen, da die ganze Zeit erkennbar war, dass er zwar etwas zu kämpfen hatte, aber keine bedrohliche Situation bestand. Was mich auch hier wieder fasziniert hat, war die Selbstverständlichkeit, mit der er, auch nachdem er den Würgereflex ausgelöst hatte, gleich zum nächsten Stück Obst gegriffen und es zum Mund geführt hat – offenbar war er nicht allzu beeindruckt und weiterhin motiviert, die Sache mit dem Essen zu meistern.

Nachdem der Start ja doch etwas zögerlich war, habe ich mich heute gefreut, so deutliche Fortschritte zu sehen. Immerhin haben wir vor ca. zweieinhalb Wochen mit BLW angefangen, und heute hat er zum ersten Mal (oder die ersten Male?) etwas runtergeschluckt. Allerdings gab es für ihn bisher meist auch nur einmal am Tag was zu „essen“, immerhin gilt ja, dass er nicht müde oder hungrig sein sollte, und morgens esse ich im Moment noch allein – mein Toast mit Marmelade und dicker Quarkschicht teile ich erst, wenn das grundsätzliche Konzept des Essens von Nahrungsmitteln (vs. ausschließlich damit Spielen) verstanden ist. Und dann muss ich ja auch Variabilität ins Frühstück bringen, damit er auch da viel kennenlernt, hmm, mal gucken.

Übrigens habe ich mich oben vielleicht missverständlich ausgedrückt, Tobias hat natürlich nicht zum ersten Mal Bekanntschaft mit seinem Würgereflex gemacht, den hat er schon oft genug ausgelöst, wenn er versucht hat, mehrere Finger in den Mund zu stecken oder wenn ich ihm meinen Finger zum Nuckeln angeboten habe.

In nächster Zeit werde ich versuchen, meine Ernährung dahingehend umzustellen, dass es ein- bis zweimal am Tag zusätzlich Snacks gibt, an denen Tobias teilhaben kann. Werde zudem versuchen, mehr unterschiedliche Obstsorten zu kaufen. So langsam sind ja auch mehr Obstsorten im Angebot, die nicht erst um die halbe Welt geflogen sind, um in meinem Magen zu landen.

Bis demnächst mal!

Kristina und Tobias II

Inzwischen ist Tobias gut sechs Monate alt.
Vor ein paar Tagen gab es gerade Obst. Für Tobias hatte ich die Birne in Schnitze geschnitten. Habe dann beschlossen, ihm außer den Birnenschnitzen auch Bananenscheiben anzubieten, nach dem Motto: Eine Herausforderung ist erlaubt, solange außerdem eine machbare Aufgabe vor einem liegt.

Tobias hat sich dann erstmal über die Birne hergemacht. Er hat sie nach kurzer Zeit in den Mund gesteckt – ich war ganz gespannt, was jetzt passieren würde, und habe ihn beobachtet, so gut das von hinter ihm ging, mein Mann hat zu der Zeit gerade Fotos von uns gemacht.

Und tatsächlich, als die Birne wieder rauskam, fehlte vorne ein Stückchen, er hatte etwas abgebissen!  Tobias behielt das abgebissene Stück einen Moment im Mund, er wirkte sehr konzentriert, dann landete es wieder auf seinem Lätzchen – wie ja zu erwarten war. Im weiteren Verlauf wurde dann noch die Banane in drei Teile zerquetscht. Bananen sind schwierig zu greifen, weil sie etwas glitischig sind und bei zuviel Druck leicht zerquetscht werden, von daher hat Tobias da noch was zu lernen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich doch etwas ungeduldig darauf warten würde, dass Tobias das Essen auch in den Mund nimmt, im Mund bewegt etc. Ich war in letzter Zeit zweimal kurz davor, Tobias zu „helfen“, wenn er ein Stück Nahrung nicht „richtig“ gegriffen hatte, hatte das Stück schon in der Hand und hielt dann jedes Mal inne: „Wenn du ihm jetzt hilfst, lernt er nicht, es selbst zu tun“ und ließ wieder los.

Was sonst noch passiert ist: Tobias hat Broccoli kennengelernt. Er findet es sehr interessant, greift ihn nicht etwa am langweiligen Stängel sondern gleich am Röschen, dass man so toll zwischen den Fingern hin- und herbewegen kann, während es sich nach und nach in kleine Kügelchen auflöst. Wenn wir Joghurt etc. einführen, werde ich wohl mit einem feuchten Waschlappen für’s Putzen danach nicht mehr auskommen.

Wir haben bisher kein Buntschneidemesser gekauft, die Schnittfläche der Obst- und Gemüsesticks ist also immer glatt. Vor ein paar Tagen hat Tobias, als er mit dem Daumen nicht unter sein Birnenstück kam, das Stück einfach mit den Fingern zum Rand des Tisches gezogen, so dass es leicht überstand und er es dann greifen konnte. Oft genug schafft er es aber auch ohne diesen Trick, wobei ich meist darauf achte, dass der Stick nicht nach oben hin deutlich schmaler wird, wenn ich ihn auf den Tisch lege.

Tobias zeigt mit seinem üblichen Frust-Gesang, wenn er fertig ist, ich lege also kein Spielzeug mehr bereit, um es als Alternative zum Essen anzubieten.

Da es warm genug ist, sorge ich zurzeit üblicherweise dafür, dass Tobias außer Windel, Body mit hochgekrempelten Ärmeln und Ärmellätzchen nichts weiter an hat, wenn’s ans „Essen“ geht. Für meine Hose habe ich eine Möglichkeit gefunden, das Spucktuch so zu plazieren, dass sie (meist) nichts abkriegt.

Ich hebe nicht mehr alles auf, was er runterwirft, ab und zu gibt’s auch einfach was anderes vom Teller, und dann kann es auch gut sein, dass er seinerseits das Spiel wechselt und erstmal keine weiteren Falltests macht.

…und beim nächsten Mal lesen Sie: Erste Erfahrungen mit unserem neuen Tripp Trapp, der seit heute startklar ist!

Kristina und Tobias – Ein erster Bericht

Heute, Tobias ist knapp 6 Monate alt, gab es für mich Fisch mit Wildreis und Möhren-Zucchini-Gemüse, das ich mit Knoblauch in Rapsöl angebraten und danach in Wasser mit wenig Gemüsebrühe gedünstet hatte. Da es Tobias‘ erstes Mittagessen war, hatte ich für ihn nur von den Möhren und den Zucchini beim Schnippeln ein paar längere Schnitze gelassen.

Diese habe ich ihm in seinem Plastikteller mit Saugnapf serviert.

Tobias war wach und nicht hungrig – das nächste Mal werde ich, bevor ich anfange mir Essen zu machen, darüber nachdenken, ob das der Fall sein wird, dieses Mal hat es mehr zufällig hingehauen.

Ich habe mir ein Spucktuch auf den Schoß gelegt und Tobias auf meinen rechten Oberschenkel gesetzt, entsprechend stand mein Teller links auf dem Tisch, so dass er nicht drankam. Tobias hatte ein Lätzchen an und die Ärmel hochgekrempelt. Für nachher hatte ich einen feuchten Waschlappen bereitgelegt.

Tobias war gleich sehr an dem Teller interessiert und hat es dann auch mehrfach geschafft, ihn trotz Saugnapf samt Inhalt vom Tisch zu katapultieren, so dass ich ihm seine Gemüseschnitze letztendlich direkt auf den Tisch gelegt habe.

Wie ich es von ihm schon kenne, hat er die unbekannten Dinge erstmal nur in die Hand genommen, befühlt und betrachtet, aber letztendlich auch die Zucchini mit der Hand zum Mund geführt und benagt, etwa in der Art wie er auf seinen Fingern rumkaut. Losgelassen hat er die Zucchini dabei nicht. Danach wurde sie noch ausführlich weiter mit den Händen untersucht, es folgten einige Falltests. Für’s nächste Mal möchte ich dran denken, ein Spielzeug mit an den Tisch zu nehmen, damit ich besser erkennen kann, wann das Interesse an den Nahrungsmitteln nicht mehr so groß ist – bei aller Liebe war das Aufheben des Zucchinistücks beim x-ten Mal dann nicht mehr soo lustig 🙂

Nach dem „Essen“ habe ich Tobias Gesicht und Hände abgewischt und ihn in seine Wiege gelegt, um dann Tisch und Boden zu säubern.

Insgesamt ging’s ganz gut, ich habe mich besonders gefreut, dass er die Zucchini schon zum Mund geführt hat – bei den allerersten Versuchen mit Birne wurde diese beim ersten Mal nur befühlt, erst beim zweiten Mal auch „angesaugt“. Wenn ich vom Tisch abgerückt bin, war Tobias‘ Hose in Gefahr bedreckt zu werden (also immer wenn ich die Zucchini aufgehoben hatte), ich musste also immer wieder direkt an den Tisch ranrücken. Was soll ich sagen, der Junge kann schon ein bisschen frei sitzen und der Hochstuhl wird unsere nächste Anschaffung für ihn. Dadurch, dass Tobias bei mir nur auf einem Bein saß, konnte er mit dem Fuß das Spucktuch vom anderen Bein runterdrücken. Nächstes Mal zwei nehmen? Nur das andere Bein schützen? Schürze + Spucktuch? Ich weiß es noch nicht.

Das nächste Mal will ich daran denken, ein paar Schnitze für ihn auf meinem Teller zusätzlich zu haben, dann kann ich bei Bedarf nachlegen und wenn er sich für mein Essen interessiert, kann ich ihm einfach was abgeben.

Schön war, dass er mit seinem Gemüse so beschäftigt war, dass er kaum versucht hat, an meinen Teller samt Essen dranzukommen.

Fortsetzung folgt!